Treffen mit der Baumschutzgruppe Düsseldorf

Am 07.08. trafen sich Vertreter*innen des Planungsteams „Umwelt ins Zentrum“ mit der Vertreter*innen der Baumschutzgruppe Düsseldorf.

Teilnehmer*innen waren  Silvia Droste-Lohmann und Uli Schürfeld/ Baumschutzgruppe und Dirk Jansen/ BUND und Katja Hummert/wertsicht sowie die Architekten Thies Kreitz/ Kreitz Architekten am Caritasplatz und Martin Ritz-Rahman/ marmelwerkstatt am Kirchplatz.

Bei dem Treffen machten Dirk Jansen und Katja Hummert nochmal deutlich, dass über 40 Standorte bzgl. eines Standortes für das Umwelthaus Düsseldorf überprüft wurden – sowohl Bestandsgebäude als auch Grundstücke. Viele Bestandsgebäude fielen aufgrund der nicht-zentralen Lage aus der weiteren Betrachtung heraus. Bei zentralen Lagen stellten Bestandsgebäude sich aufgrund der hohen Nutzungskonkurrenz als nicht realisierbar dar. Letztendlich sind zwei übrig geblieben, die derzeit beide geeignet scheinen.

Für beide Standorte wurden Bauvoranfragen bei der Stadt Düsseldorf eingereicht. Parallel werden Gesprächen mit Stadt, Politik, Verbänden, Beteiligten und Betroffenen um Vor- und Nachteile zu beiden Standorten zusammenzutragen. Hierzu gehören selbstverständlich auch die mit den Neubauten verbundenen Eingriffe in die Natur. Bei beiden Standorten sind Bäume zu versetzen bzw. zu fällen.

Die Baumschutzgruppe legt Wert darauf, generell und besonders auch für den Bau eines Umwelthauses den Baumerhalt ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Wesentlicher Focus der Aktivitäten der Baumschutzgruppe liegt unter anderem auf der Baumrettung bei Bauvorhaben. Bei der Besichtigung beider Standorte machte die Baumschutzgruppe Düsseldorf dementsprechend deutlich, dass aus ihrer Sicht der Standort Kirchplatz die erste Wahl ist. Die hier betroffenen Bäume können alle versetzt werden, da sie vor nicht allzu langer Zeit in Kübeln gepflanzt wurden.

Am Standort Caritasplatz werden voraussichtlich nicht alle Bäume verpflanzt werden können. Die für eine Verpflanzung infrage kommenden Bäume, vergleichbar mit den 60 Bäumen auf dem P1 Messeparkplatz vor zwei Jahren, sollten frühzeitig auf diese für sie einschneidende Maßnahme vorbereitet werden. Die Baumschutzgruppe empfiehlt hierbei einen fachkundigen Gutachter einzubinden. Für nicht vermeidbare Eingriffe wird eine Kompensation möglichst in direkter Nähe erwünscht, hierfür könnte die freiwerdende Fläche des Parkhauses gegenüber des Landtages, nach dessen Rückbau, in Frage kommen. Die Bäume am Caritasplatz finden keine optimalen Bedingungen vor: aufgrund ihres Standortes auf dem Tunnel werden sie vermutlich nicht größer werden.

Wichtig ist der Baumschutzgruppe bei beiden Standorten, dass das Umwelthaus öffentlichen Raum werden soll, der die Menschen anzieht und den Erhalt der Umwelt verdeutlicht sowie den für den Bau des Umwelthauses weggefallenen Erholungsraum nahezu ersetzt. Hierfür kann beim Caritasplatz ggf. auch das weitere Außengelände genutzt werden – die Idee eines Umwelterlebnispfads kam auf.

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