Jahresrückblick 2018 und Ausblick auf 2019

Für „Umwelt ins Zentrum“ geht 2018 als ein Jahr zu Ende, das gekennzeichnet ist von öffentlichkeitswirksamen Aktionen einerseits und zäher Arbeit abseits der öffentlichen Wahrnehmung andererseits.

Fast im wörtlichen Sinne beginnt das Jahr mit einem Paukenschlag. Nach engagierter Vorarbeit und in Rekordzeit organisiert, läuft eine bunte Fußtruppe „Natürlich jeck“ mit beim Düsseldorfer Rosenmontagszug. Eine fröhliche Gruppe von Schmetterlingen, Vögeln und Regenwürmern umtanzt zu Sambarhythmen einen freundlich lächelnden Baum aus Pappmaché. Eigens erstellte Seedballs und Samentütchen sowie faire Schokolade sind ein guter Kamelle-Ersatz.

Im März werden beim Saatgut-Festival im Geschwister-Scholl-Gymnasium Pflanzen und Saatgut verkauft oder getauscht. UIZ ist mit Infostand und Fotoaktion dabei und kann so viele Menschen über das Projekt informieren.

Am 13.6. veranstaltet UIZ im Rahmen des Nachhaltigkeitstags der Hochschule Düsseldorf einen Workshop „Geschäftsmodell-Entwicklung für Umwelt ins Zentrum“.

Im Juni und Juli radelt eine kleine Gruppe für UIZ mit beim Stadtradeln. Ausgestattet mit eigenem Aufkleber werden über 9.000 werbewirksame Kilometer gefahren.

Am 21. September findet auf der Brunnenstraße der Düsseldorfer ParkIng Day statt. Ein gutes Dutzend Parkplätze werden für einen halben Tag zu Spielplätzen, Ruhezonen und Open-Air-Cafés. Außer UIZ nehmen noch ADFC Düsseldorf, BUND Düsseldorf, Düsseldorf spricht, VCD Düsseldorf, Verkehrswacht Düsseldorf und einige der Geschäfte auf der Brunnenstraße teil. Für ein paar Stunden entsteht so ein kleines Umweltzentrum unter freiem Himmel.

Bei all diesen Aktivitäten ist nicht nur Umwelt ins Zentrum mehr in die öffentliche Wahrnehmung gerückt, auch haben sich hierbei unterschiedlichste Gruppen regional und landesweit-aktiver Verbände und Vereine  in der gemeinsamen Arbeit besser kennengelernt und bereits weitere gemeinsame Aktionen initiiert. Eines der Ziele von Umwelt ins Zentrum „die Kräfte zu verstärken“ wurde damit schon in ersten Ansätzen erkennbar.

Parallel zu all diesen Aktivitäten finden in diesem Jahr zahlreiche Gespräche mit Politik und Verwaltung statt, zu dem Zweck eine geeignete Immobilie für das Projekt zu finden. Die Planungsdezernentin will dazu einen Auftrag der Politik haben, um tätig werden zu können. Die Terminfindung wird zu einer ungeahnten Geduldsprobe. Teilweise können Termine erst Monate im Voraus avisiert werden und werden dann manchmal kurzfristig verschoben. So dauert es über ein halbes Jahr, bis Gespräche mit den Fraktionsspitzen der Ampelkoalition und der CDU abgeschlossen werden können.

Immerhin, alle Fraktionsspitzen sind sich einig darin, dass es ein Umwelthaus im Zentrum von Düsseldorf geben soll und muss. Durch einen Ratsbeschluss soll die Verwaltung angewiesen werden, die Randbedingungen eines möglichen Standorts Rheinkniebrücke zu klären, sowie bei der Suche nach alternativen Standorten zu unterstützen. Am Ende kommt dieser Ratsbeschluss dann nicht zustande, da eine Fraktion noch Beratungsbedarf anmeldet. Statt dessen wird dann, im November, also einen Monat später, im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung ein fast wortgleicher Beschluss einstimmig gefasst. Somit ist zumindest der von der Planungsdezernentin geforderte Auftrag der Politik erteilt worden, wenn auch mit erheblicher Verzögerung.

Ebenfalls im November beschließt der Umweltausschuss eine weitere finanzielle Förderung des Projekts in Höhe von 50.000,- Euro für die Fortsetzung der Projektbegleitung. Somit ist die Arbeit am Projekt im kommenden Jahr zumindest finanziell gesichert.

Vorausschau 2019

Das kommende Jahr wird entscheidend sein für Erfolg oder Scheitern des Projekts. Mit einer einmaligen Verlängerung werden wir noch bis November für einen oder zwei Standorte eine Art Machbarkeitsstudie erstellen lassen können. Diese wäre(n) ein wesentlicher Baustein für die Realisierung eines Gebäudes.

Dafür ist jedoch die Lokalisierung von mindestens einem Standort, der für das Projekt geeignet ist, bis spätestens Mitte des Jahres zwingend erforderlich! Ansonsten droht der Wegfall der Fördergelder der Stiftung Umwelt und Entwicklung, was unweigerlich die Fortsetzung des Projektes gefährden würde.

Wir brauchen daher 2019 dringend die weitere Unterstützung durch die Politik, aber noch dringender benötigen wir die zügige und umfangreiche Unterstützung der Stadtverwaltung! Die Grundlage dafür liefert der Beschluss des Planungsausschusses, der jetzt engagiert umgesetzt werden muss.

Dankeschön

Zum Jahresende möchten wir uns bei allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ganz herzlich bedanken für die Hilfe und das gezeigte Engagement! Wir würden uns freuen, wenn es im kommenden Jahr zu dem von allen gewünschten Durchbruch käme. Dafür werden wir wieder viel Unterstützung brauchen.

Wir wünschen allen schöne Festtage und ein gutes Jahr 2019!

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